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1899: Erneut liegen den Stadtverordneten der Stadt Oberhausen zur Sitzung am 3. November die Pläne für ein E-Werk vor. Die Pläne werden endlich genehmigt. Ein Standort wurde schnell gefunden. Die 1897 in Betrieb gegangene elektrische Kraftzentrale der städtischen Straßenbahn an der Zechenstraße – heute Danziger Straße – soll dafür erweitert werden. Die dort vorhandenen Anlagen sowie eine geplante neue Maschine von 400 kW sind in der Lage 550 Volt Gleichstrom (benötigt für die Straßenbahn) und 220 Volt Strom für Beleuchtung und Kraftanlagen abzugeben. |
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1900: Schon in der Planungsphase wird klar, dass die Kapazität nicht ausreicht um den Anfangsbedarf zu decken. Die Stadtverordneten-Versammlung beschließt im Februar, statt der vorgesehenen 400 kW-Dynamomaschine zwei Dynamogeneratoren von je 500 kW zu beschaffen. |
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1901: Die Geburtsstunde der öffentlichen Stromversorgung in Oberhausen ist am 1. Mai. Das elektrische Werk Oberhausen beginnt mit der Lieferung von Strom an private Haushalte. Das verlegte Netz umfasst 34,4 Kilometer. Eine über eine Dynamomaschine, die von einer gemieteten Lok angetrieben wurde, provisorische Belieferung des Hauptbahnhofes seit dem 01. Januar kann eingestellt werden. Am Ende des ersten Betriebsjahres sind 109 Hausanschlüsse verlegt. Das Gesamtleitungsnetz ist auf rund 41 Kilometer erweitert. 1365 Glühlampen mit Kohlefaden leuchten in den Privathäusern. |
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1905: Die bisher getrennten Betriebe Straßenbahn und Gas- und Elektrizitätswerk werden zu den „Städtischen Betrieben„ zusammengeführt. |
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1907: Die Betriebe beschäftigen 208 Mitarbeiter. 20 von ihnen arbeiten im Stromwerk. Die privaten Haushalte steigen auf Metallfaden-Glühlampen um, die sich als sparsamer erweisen. Allerdings werden die Glühlampen nicht mehr kostenfrei umgetauscht. Die Babcock-Werke sind an das Stromnetz der Stadt angeschlossen. |
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1910: Am 1. April wird Alstaden eingemeindet. Teile von Styrum und Dümpten folgen. Davon profitiert das Städtische Elektrizitätswerk allerdings nicht. Das Alstadener Leitungsnetz bleibt im Besitz der RWE. |
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1911: Das E-Werk Oberhausen übernimmt von der Stadt Mülheim das Stromnetz der eingemeindeten Teile von Styrum und Dümpten. Die Stadt übernimmt die Wasserversorgung. |
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1912: Das städtische Eiswerk auf dem Gelände des E-Werkes nimmt den Betrieb auf. 600 Zentner Eis verlassen pro Tag das Gelände. |
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1913: Die zweite 2x1000-kW-Turbine wird genehmigt. Der Rückkühlturm wird fertiggestellt. |
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1919: Das Leitungsnetz ist inzwischen auf 230 Kilometer angewachsen. |
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1923: Am 11. Januar haben französische Truppen das gesamte Oberhausener Stadtgebiet sowie Sterkrade und Osterfeld besetzt. Anfang Februar lässt Oberbürgermeister Otto Havenstein die Stromversorgung des Bahnhofes durch die Städtischen Werke einstellen. Dafür wird Otto Havenstein am 9. Februar von den Franzosen verhaftet, nachdem sie einen Tag zuvor damit gedroht hatten, die Stromversorgung Oberhausens komplett abzuschalten. Am 19. September besetzen die Franzosen das Elektrizitätswerk und legen es für kurze Zeit still. |
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1925: Im E-Werk beginnt durch die Umstellung auf Drehstrom eine neue Ära. Im Frühjahr wird ein Drehstrom-Turbo-Aggregat mit einer Leistung von 3.500 kW bei 5.000 Volt Spannung und einer Frequenz von 50 Hertz aufgestellt. Der 1912 erbaute Kühlturm wird abgerissen und erneuert. Die Eichung der Zähler kann nun in Oberhausen durchgeführt werden. |
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1926: Noch nicht einmal die Hälfte aller Häuser in Oberhausen sind an das Stromnetz angeschlossen. |
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1927: Die Straßenbahn feiert bei den Städtischen Werken ihr 30jähriges Bestehen. |
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1931: Das verlegte Stromnetz wächst um 2 auf 77 Kilometer an. In Alt-Oberhausen beziehen 3.313 Häuser Strom. |
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1933: Die Stadtverordneten stimmen der Beschaffung einer Dampfturbine mit einem 5.000 kW-Drehstromgenerator zu. |
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1936: 4.675 Häuser sind am Netz. Das Eiswerk stellt seinen Betrieb ein. |
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1938: Ein neues Kesselhaus wird errichtet und das alte erweitert. Die Stromerzeugung steigt auf rund 31 Millionen Kilowattstunden. |
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1939: Zur Sicherung der Stromversorgung muss sich das E-Werk über das Hochspannungsnetz des RWE an die staatlich verordnete Verbundwirtschaft anschließen. |
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1944: Trotz der Zerstörungen durch die Bombenangriffe produziert das E-Werk rund 30 Millionen Kilowattstunden. 20 % mehr als im Vorjahr. |
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1945: Die Versorgung mit Gas, Wasser und Strom wird eingestellt. Mitarbeiter des E-Werks verhindern die angeordnete Sprengung der Stromerzeugungsanlagen. Zunächst nur eingeschränkt nimmt das E-Werk die Stromerzeugung im April wieder auf. |
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1947: Verträge für den Kauf der RWE-Niederspannungsnetze in Sterkrade, Holten, Buschhausen, Hiesfeld, Osterfeld, Borbeck und Alstaden werden abgeschlossen. |
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1950: Weitere, über 5 Kilometer Freileitung werden überholt oder erneuert. |
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Ein Jahr zuvor waren es ca. 70 Kilometer. |
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1951: Die E-Werke feiern ihr 50jähriges Bestehen. |
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1961: Das neue Heizkraftwerk (HKW 1) Oberhausen erzeugt bei 6.139 Betriebsstunden 45 Millionen Kilowattstunden Strom und versorgt 219 Häuser mit Wärme. Das Fernwärmenetz ist auf 18 Kilometer angewachsen. |
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1964: Am 14. Februar wird aus dem ehemaligen Eigenbetrieb und Stadtamt die „Stadtwerke Oberhausen Aktiengesellschaft„. |
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1968: Mit der Linie 1 legen die Verkehrsbetriebe am 13. Oktober die letzte Straßenbahnlinie in Oberhausen still. |
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1970: Stadt, STOAG und RWE schließen einen Vorvertrag über die Gründung der „Energieversorgung Oberhausen Aktiengesellschaft„ (EVO) ab. Die EVO übernimmt neben der Strom- Gas und Fernwärmeversorgung auch die Planung und Betriebsführung der GMVA. |
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1971: Das neue Unternehmen wird im Januar ins Handelregister eingetragen. Der Verkehrsbetriebe verbleiben in der STOAG. Im Heizkraftwerk I an der Danziger Straße wird die 11-MW-Gegendruckturbine ans Netz angeschlossen. Alle Feuerungsanlagen sind von Kohle oder Erdöl auf Kokereigas umgestellt. |
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1972: In Sterkrade beginnt der Bau des Heizkraftwerkes II mit der weltweit ersten 50-MW-Heliumturbine. |
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1973: Das Fernheiznetz in Sterkrade nimmt den Betrieb auf. |
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1976: Die EVO eröffnet das neue Kundenzentrum an der Christian-Steger-Straße. Ein ebenfalls neu gebautes Zentrallager löst die zahlreichen Einzellager im Stadtgebiet ab. |
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1977: Das neue Betriebsgebäude auf dem Gelände der EVO wird fertig gestellt. |
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1978: Die vollautomatische Vollentsalzungsanlage im HKW I geht in Betrieb. Mit dem Bau einer Dampfkesselanlage mit einer Stundenleistung von 150 Tonnen Dampf wird begonnen. |
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1981: 80 Jahre nach Gründung des ersten Elektrizitätswerkes in Oberhausen ist die Stromabgabe von rund 900.000 Kilowattstunden auf 1,712 Milliarden kWh angestiegen. |
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1982: Das HKW I wird auf Erdgas umgestellt. |
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1985: Im Zuge des Fernwärmeausbaues wird die Abwärme der Ruhrchemie und der Messer Griesheim GmbH erstmals genutzt. |
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1993: In der „Neuen Mitte„ Oberhausen wird kräftig gebaut. Auch die EVO ist beteiligt. Eine mitten im Gelände liegende 100/25/10 kV-Umspannanlage muss verlegt werden. Durch den Bau einer Hochdruck-Transport-Stichleitung werden die Grundlagen für den Anschluss des geplanten Areals an das Fernwärmenetz geschaffen. |
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1994: Die Wiedereinführung der Straßenbahn bedeutet für die EVO die Verlegung zahlreicher Stromkabel im geplanten Gleisverlauf. |
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1996: Die EVO feiert ihr 25jähriges Bestehen. |
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1997: Zwei alte Kamine werden durch einen neuen Zentralkamin ersetzt. Die farbliche Gestaltung verändert das Bild des Werkes positiv. |
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1998: Der 100 Meter hohe Kamin des HKW I, der 1997 außer Betrieb gesetzt wurde, wird demontiert. Teile der Außenfassade des Werkes erhalten ein neues Outfit. |
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2001: Die Stromversorgung in Oberhausen besteht 100 Jahre. Die EVO blickt auf eine 30jährige Geschäftstätigkeit zurück. |
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Quelle: 100 Jahre öffentliche Stromversorgung in Oberhausen |
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