Die Concordia betrieb in Oberhausen zwischen 1853 und 1968 zeitweise drei selbständige Schachtanlagen in einem 26 km² großen Grubenfeld. Sie brachten 1965 mit knapp 4 400 Bergleuten ihre Maximalförderung zu Tage: 1,62 Mill. t/a. Das Belegschaftsmaximum – 6 880 Mitarbeiter – wurde schon 1921 erreicht.
(Abb. 4) Die Lage der Concordia-Schachtanlagen auf einem Stadtplan aus dem Jahre 1928.
Am 22. März 1968 begann in Oberhausen mit der Stillegung der Schachtanlagen Concordia 2/3, Concordia 4/5 und der Kokerei Concordia 4/5 das Zechensterben. Mehr als 3 500 Bergleute, die hier noch 1966 das Brot für sich und ihre Familien verdienten, verloren ihren Arbeitsplatz.
(Abb. 5) Im Oktober 1967 protestierten nicht nur Bergleute mit schwarzen Fahnen in einem Schweigemarsch gegen die geplante Stillegung der Concordia-Zechen. Im Hintergrund das bis heute erhaltene Verwaltungsgebäude der Concordia Bergbau AG.
Nach dem Abräumen der Tagesanlagen entstanden auf dem Gelände neben der City-West, dem Bero Center, dem Gewerbepark Am Eisenhammer und dem Betrieb der Magnesital Feuerfest GmbH auch eine Müllverbrennungsanlage. Die Abrißbirnen verschonten nur einen kleinen Gebäudekomplex; dieser beherbergt heute das Jugend- und Kulturzentrum Druckluft.
(Abb. 6) In der City-West entstanden neben 750 Wohnungen in drei in sich geschlossenen Wohnbereichen das REHA-Zentrum des Berufsförderungswerkes von NRW und die Gewerblich-technische Berufsschule.
(Abb. 7) Das BERO-Center ist ein großzügig angelegtes Versorgungszentrum für den täglichen Bedarf.
(Abb. 8) Die Gewerblich-Technische Berufsschule. Das Industriedenkmal - eine Schmiedepresse Baujahr 1926 - ist ein Geschenk der Deutsche Babcock AG.