Die Zeche Concordia 4/5 (3)
In der technischen Ausrüstung unterschieden sich die Grubenbetriebe der Concordia-Schachtanlagen nicht wesentlich. Die Ausführungen, die der Chronist zu diesem Thema für die Zechen Concordia 1 und Concordia 2/3 gemacht hat, kann der geneigte Leser auf die Schachtanlage Concordia 4/5 übertragen. Deshalb sollen hier einige Bilder genügen.
(Abb. 74) In diesem "mäßig geneigt" abgelagerten Flöz gewinnt der Hauer die Kohle mit dem Abbauhammer. Der Winkel zwischen der unteren Bildkante und dem Luftschlauch beschreibt ungefähr den Einfallwinkel der Gebirgs-Schichten.
(Abb. 75) Die Kettenschrämmaschine gleitet auf dem "Panzerförderer" (® der Westfalia Lünen) und schneidet einen Schlitz - den Schram - in den Kohlenstoß. Dadurch fällt die darüberliegende Kohle herunter. Sie wird von der Maschine auf der "Räumfahrt" in den Förderer geladen. Die Kohlenhauer lösen anschließend den stehengebliebenen Flözteil mit dem Abbauhammer und schaufeln die Kohle in den Panzer.
(Abb. 76) Der Hobelkörper fährt, durch den Panzerförderer geführt, mit 1,5 m/s durch den Streb, schält einen 3 cm dicken Span vom Kohlenstoß ab und lädt die Kohle gleichzeitig in den Förderer. Es ist keine Schaufelarbeit mehr erforderlich.
(Abb. 77) Der Hauer setzt einen Stahlstempel. Um den nötigen Andruck zu erreichen, treibt er den Oberstempel mit einem Keil heraus und verspannt ihn anschließend mit dem darunterliegenden Schloß.
(Abb. 79) Die Schachtanlage 4/5 setzte wegen der Schlagwettergefahr keine Fahrdrahtlokomotiven sondern Batterie-Lokomotiven ein.
(Abb. 80) Im Füllort am Schacht wurden die beladenen Förderwagen mit Druckluftzylindern auf den Korb und gleichzeitig die von über Tage kommenden Leerwagen vom Korb geschoben. Schwingbühnen glichen den durch die Seillängung entstehenden Höhenunterschied aus.
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