Die Zeche Concordia 2/3 in Daten


1856 beginnen die Teufarbeiten für den Schacht Concordia 2 nach dem Senkschachtverfahren 600 m westlich des Schachtes 1. Querschnitt: 4,63 x 5,50 m².
1858 erreicht der Schacht in 74 m Teufe das Karbon und einige Meter tiefer das erste Flöz.
1861 nimmt der Schacht 2 die regelmäßige Förderung auf. Der Schacht wird umbenannt in "Schacht Flashoff".
1863 geht eine Aufbereitungsanlage in Betrieb. Eine Fahrkunst erleichtert der Belegschaft die An- und Ausfahrt im Schacht. Die neue Kokerei produziert mit 8 Bienenkorböfen.
1867 wird die Kokerei um 20 Bienenkorböfen mit Füllwagenbeschickung erweitert.
1873 erhält der Schacht Concordia 2 anstelle des Malakoffturms ein Schachtgerüst aus Stahl und eine stärkere Fördermaschine.
1881 wird die Aufbereitung modernisiert.
1882 fallen die 1863 gebauten 8 Bienenkorböfen der Spitzhacke zum Opfer.
1883 nimmt ein Grubenlüfter mit einer Leistung von 1 500 m⊃3;/min den Betrieb auf. Bis dahin lieferte der Kamin des Kesselhauses den Unterdruck für die Bewetterung der Grube. Die Fahrkunst wird wegen eines Gestängebruchs stillgelegt.
1884 steht der Belegschaft eine Seilfahrtsanlage zur Verfügung.
1893 beginnen 70 m nördlich des Schachtes 2 die Teufarbeiten für den Schacht Concordia 3. Durchmesser: 5 m.
1894 geht der Schacht Concordia 3 als Abwetterschacht für die Zechen Concordia 1 und Concordia 2/3 in Betrieb. Der neue Lüfter saugt in der Minute 4 000 m⊃3; verbrauchte Luft aus der Grube, die Frischluft strömt durch die Schächte Concordia 1 und Concordia 2 ein.
1895 erhält Concordia 2 eine zweite Schachtförderung.
1896 nehmen auf der Kokerei 2 neue Batterien (Batterie 2 und 3) mit je 30 Öfen, die mit Einrichtungen zur Teer- und Ammoniak-Gewinnung ausgerüstet sind, die Produktion auf.
1899 wird die Kokerei um 60 neue Öfen ohne Nebengewinnungsanlagen erweitert.
1906 produziert die Kokerei auch Benzol.
1909 werden die 1896 gebauten Batterien 2 und 3 erneuert.
1912 geht die Batterie 4 mit 30 neuen Öfen in Betrieb.
1913 wird Schacht 3 Hauptförderschacht und einziehend. Der Schacht Concordia 2 übernimmt die Abwetter. Ein Kesselhaus mit 8 Wanderrostkesseln ersetzt die alten Flammrohrkessel. Das neue Betriebsgebäude mit Steigerstube, Lohnhalle, Waschkauen und Lampenstube wird seiner Bestimmung übergeben.
1915 geht der werkseigene Hafen am Rhein-Herne-Kanal in Betrieb.
1920 erhält der erste Blindschachthaspel einen elektrischen Antrieb.
1924 stellt die Kokerei die Kokserzeugung ein.
1926 rüstet die Zeche die Kohlenhauer mit Abbauhämmern aus.
1927 geht das letzte Concordia -Grubenpferd in Pension.
1928 endet die Förderung von Fettkohle im Schacht Concordia 2.
1929 kommen im Schacht 3 nur noch kleine Mengen für den Landabsatz zutage. Am Jahresende stellt die Zeche Concordia 2/3 die Förderung ganz ein.
1933 beginnen die Schachthauer, den verfüllten Schacht Concordia 2 neu zu teufen.
Durchmesser: 7 m
1935 im Dezember erreicht der Schacht seine Endteufe von 987,1 m. Das Füllort der 8. Sohle liegt 791 m und das Füllort der 9. Sohle 957 m unter der Tagesoberfläche.
1938 nimmt die Magerkohlenzeche Concordia 2/3 die Förderung auf. Der Schacht 2 wird Hauptförderschacht und einziehend. Abwetterschacht ist der Schacht Concordia 6.
1939 geht die Hauptwasserhaltung auf der 9. Sohle in Betrieb.
1963 produziert eine neue Anlage die ersten Magerkohlen-Briketts.
1968 wird die Zeche Concordia 2/3 endgültig stillgelegt.


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