Barrierefreie Textversion

Sie sind hier:

Montanindustrie

Zeittafel

Stahlindustrie

Bergbau

Bergbauges. Concordia

Zeche Alstaden

Zeche Oberhausen

Zeche Roland

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

"Stadt der guten Hoffnung"

Gästebuch

Sitemap

Kontakt

Impressum

.

Die Montanindustrie in Oberhausen gestern

Die kreisfreie Stadt Oberhausen (Rhld.) entstand 1929 durch den Zusammenschluß der Städte Oberhausen, Sterkrade und Osterfeld. In ihren Mauern lebten 193.854 Männer, Frauen und Kinder. Die Kommune bezog ihre Wirtschaftskraft aus dem Steinkohlenbergbau, der Stahlerzeugung und der Stahlverarbeitung. Weitere wichtige Arbeitgeber waren neben der Eisenbahn der Maschinenbau und eine Zinkhütte.

Die Gutehoffnungshütte bot als größtes Oberhausener Unternehmen in ihren Bergwerken, Hütten- und Maschinenbaubetrieben 40.300 Menschen Arbeit und Brot.

Ende der 1920er Jahre erschütterte eine weltweite Rezession die Wirtschaft. Die Krise ging auch an der jungen Großstadt Oberhausen nicht spurlos vorüber. Fünf Schachtanlagen mußten mit den zugehörigen Kokereien und Brikettfabriken den Betrieb einstellen, die Hütte die Produktion drastisch einschränken. Die GHH beschäftigte 1933 in allen Oberhausener Betrieben nur noch 16 200 Mitarbeiter.

In den folgenden Jahren zeigte das Konjunkturbarometer eine steigende Tendenz. Die verbliebenen Zechen stockten ihre Belegschaften auf. 1965 verdienten wieder
17.300 Beschäftigte im Steinkohlenbergbau den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien. In der Stahlindustrie gab es ebenfalls keinen Grund zur Klage. Hier fanden weitere
15.100 Menschen ihr Auskommen. Im Stadtgebiet lebten 260.000 Einwohner, eine Zahl, die bisher nicht wieder erreicht wurde.

In diesen Jahren zweifelte niemand daran, daß die Montanindustrie auch in Zukunft ein sicheres Standbein für die Stadt bleiben würde. Um so härter wirkte sich die Krise des anscheinend so sicheren Wirtschaftszweiges aus: zunächst wurden bis 1989 drei Bergwerke (1968 Concordia, 1972 Alstaden und 1974 Jacobi), drei Kokereien (1968 Concordia, 1984 Jacobi und 1988 Osterfeld) sowie bis 1979 Zug um Zug alle Hochöfen stillgelegt. Bis 1990 verschwanden außerdem – von einem kleinen Elektrostahlwerk abgesehen – alle Stahl- und Walzwerke. Schließlich mußte 1992 die letzte Zeche, das Bergwerk Osterfeld, die Tore schließen. Für das Elektrostahlwerk kam 1997 das endgültige Aus. Zusammen mit dem Stellenabbau im Stahl- und Maschinenbau gingen mehr als 45.000 Arbeitsplätze verloren.


Stahlindustrie Warum nannte sich die Stadt Oberhausen "Wiege der Ruhrindustrie"? Was tat sich auf dem Gelände links und rechts der Essener Straße, als hier noch die Schornsteine rauchten?


Bergbau Mit der Eisenbahn kam 1847 der Fortschritt in unsere Gegend. Der einsetzende Eisenbahnboom brachte einen unerwartet großen Bedarf an Schienen...


Die Montanindustrie in Oberhausen gestern. Eine Ausarbeitung von Fritz Pamp. ©2004-2005 www.oberhausen-rheinland.de
Alle Rechte vorbehalten.