| 1851 | wird in Alstaden das erste Bohrloch fündig. |
| 1855 |
gründet Albert de Gruyter zusammen mit belgischen Investoren die Mülheimer Bergbau-Kommanditgesellschaft Albert de Gruyter & Co. Im dritten Quartal beginnen in der Mutung Swalmius die Teufarbeiten für den Schacht 1 mit den Maßen 5,04 x 5,45 m2. |
| 1857 | erreicht der Schacht 1 das Karbon bei 71 m Teufe. |
| 1858 |
behindern erhebliche Wasserzuflüsse (1,2 m³/min) in 116 m Teufe die Schachtarbeiten. Eine Pferdebahn zur Verladestelle an der Ruhr ist fertiggestellt. Die Zeche Swalmius fördert die ersten Kohlen aus den Streckenvortrieben. |
| 1859 |
werden 13 Grubenfelder mit einer Gesamtfläche von 17,3 km2 zum Feld Alstaden konsolidiert (= zusammengefaßt). Die Zeche führt jetzt ebenfalls den Namen Alstaden. Die 1. Sohle wird bei 140m angesetzt. Die regelmäßige Förderung beginnt im August. |
| 1863 | erreicht der Schacht in 237 m Teufe das Niveau der 2. Sohle. |
| 1868 | setzt die Teufmannschaft 285 m unter der Tagesoberfläche die 3. Sohle an. |
| 1869 | lösen die Gesellschafter die Mülheimer Bergbau-Kommanditgesellschaft Albert de Gruyter & Co auf und gründen die Alstaden, Actien-Gesellschaft für Bergbau. |
| 1870 | erfolgt etwa 800 m nordwestlich von Schacht 1 der erste Spatenstich für den Schacht Alstaden 2. |
| 1874 | erreicht der Schacht Alstaden 2 in 86 m Tiefe das Karbon. |
| 1875 | nimmt der Schacht Alstaden 2 die regelmäßige Förderung auf. |
| 1880 |
beginnt in Flöz Sonnenschein der Abbau von Fettkohle. Dieses Flöz wird bis 1897 sporadisch gebaut. |
| 1884 |
verleiht das Oberbergamt Dortmund die Solefelder Klara und Karl. Die Gesellschaft Erholung errichtet in der Nähe des Schachtes Alstaden 1 ein Solbad. |
| 1889 | rüstet die Betriebsleitung die Belegschaft mit Benzin-Wetterlampen aus. |
| 1890 | säuft die 3. Sohle am Schacht Alstaden 1 ab, weil die Ruhr Hochwasser führt. |
| 1891 | wird die 3. Sohle am Schacht 1 gesümpft. |
| 1896 | erreicht der Schacht Alstaden 1 bei 390 m das Niveau der 4. Sohle. |
| 1898 | setzen die Schachthauer im Schacht 2 in 498 m Tiefe die 5. Sohle aus. |
| 1904 |
übernimmt die Bergwerksgesellschaft Hibernia AG in Gelsenkirchen die Alstaden, Aktien-Gesellschaft für Bergbau. Die Kohlenförderung am Schacht Alstaden 1 endet am 1. Juli, der Schacht dient nur noch als ausziehender Wetterschacht. Die 5. Sohle wird Hauptfördersohle. Am Schacht 2 geht eine Brikettfabrik in Betrieb. |
| 1906 | werden die Antriebe für einen Blindschacht-Förderhaspels und zwei Pumpen elektrifiziert. |
| 1907 | wird die Waschkaue erneuert. |
| 1908 | geht auf der 5. Sohle die erste Wasserhaltungspumpe mit einer Leistung von 3 cbm/min in Betrieb. Sie wird durch einen Elektromotor angetrieben. |
| 1909 |
ist die zweite Wasserhaltungspumpe installiert. Die Gestängewasserhaltung steht in Reserve. Ein Wasser-Hochbehälter mit 250 cbm Fassungsvermögen sichert die Brauchwasserversorgung der Zeche. Im Solbad wird der Badebetrieb eingestellt. |
| 1910 | setzt die Zeche im Untertagebetrieb druckluftbetriebene Häspel, Bohrhämmer und Schüttelrutschen ein. |
| 1912 |
wird auch eine dritte typengleiche Wasserhaltungspumpe dem Betrieb übergeben. Die Gestängewasserhaltung hat ausgedient. |
| 1913 |
erhalten die Siebe und die Setzmaschinen in der Aufbereitung elektrische Antriebe. Mehr als die Hälfte der Förderung kommt aus Strebbetrieben mit Schüttelrutschen. |
| 1916 | verdrängen Fahrdrahtlokomotiven die Pferde aus der Hauptstreckenförderung. Wegen des Kupfermangels besteht der Fahrdraht aus Eisen. |
| 1921 | erreicht der Schacht Alstaden 2 bei 647 m das Niveau der 6. Sohle. |
| 1923 | beginnen auf der 6. Sohle die Arbeiten für die Herstellung eines dritten Tagesschachtes. |
| 1924 | rüstet die Zeche die Kohlenhauer mit Abbauhämmern und Schrämmaschinen aus. |
| 1925 | erlaubt die Bergbehörde auf der 5. Sohle die Personenbeförderung in Leerzügen. |
| 1929 |
geht im Schacht 3 eine Förderanlage zwischen der 5. Sohle und der 6. Sohle in Betrieb. Die Zeche führt im Abbau Stahlstempel ein. |
| 1931 | erhält die Fördermaschine am Schacht 2 eine Koepescheibe mit 6,5 m ø. |
| 1932 | beginnen die Teufarbeiten für den Schacht Alstaden 3. |
| 1933 |
geht der Schacht Alstaden 3 bis zur 6. Sohle in Betrieb. Die Zeche setzt in Betrieben der steilen Lagerung Stauscheibenförderer ein. |
| 1936 |
wird Schacht 3 Hauptförderschacht. Der Schacht 2 übernimmt die Materialförderung und die Seilfahrt, Schacht 1 steht als ausziehender Wetterschacht zur Verfügung. Die Zeche führt den Blasversatz ein. |
| 1942 |
verstärken Ostarbeiter und Kriegsgefangene die Belegschaft. Der Strebbruchbau verdrängt den Blasversatz. |
| 1950 | tritt der Panzerförderer seinen Siegeszug gegen die Schüttelrutsche an. |
| 1953 | wird die erste Löbbe-Hobelanlage mit vier Elektromotoren installiert.Die Zeche führt den Blasversatz wieder ein. |
| 1956 | geht Bubi, letzte Oberhausener Grubenpferd, in den Ruhestand. |
| 1957 |
feiert die Schachtanlage ihr 100jähriges Bestehen. Alle Betriebe laufen wieder mit Blasversatz. |
| 1961 | sind die Abbaubetriebe bis auf Flöz Sarnsbank mechanisiert. |
| 1964 | führt die Zeche Alstaden als erste Schachtanlage im Ruhrgebiet die bargeldlose Lohnzahlung ein. |
| 1965 |
wird Schacht 1 abgeworfen und verfüllt . Aufbereitung und Brikettfabrik arbeiten nach dem neuesten Stand der Technik. |
| 1968 | fördert die Schachtanlage nur noch im Unterwerksbau. |
| 1970 | erreicht die Zeche Alstaden mit 740 Bergleuten ihre Maximalförderung von 382 174t. |
| 1972 | stellt die Zeche Alstaden am 15. Dezember die Förderung ein. |
| 1973 |
werden die Schächte verfüllt. Der Abriß der Tagesanlagen und die Sanierung der ehemaligen Betriebsflächen beginnt |
| 1980 | steht das Gelände für den Wohnungsbau zur Verfügung. |