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Zeche Oberhausen zum 31.3.31 stillgelegt

Aus:
Neueste Nachrichten
Tageszeitung für die schaffenden Stände des nördlichen Industriegebietes
Oberhausen – Sterkrade – Osterfeld
28.03.1931

Obgleich die Belegschaft der Zeche Oberhausen, die zum 31. März restlos gekündigt ist, noch immer auf eine Weiterführung dieser Zeche hoffte, wurde nun das Urteil über diese Schachtanlage gefällt, und es wird diese Zeche zum 1. April stillgelegt.
Von der Belegschaft von etwa 800 Mann werden etwa 450 Mann erwerbslos.
200 Mann werden nach Vondern verlegt. Nach der Schachtanlage Jacobi meldeten sich freiwillig 50 Mann, weitere 40 Mann, welche möglichst in der Nähe Osterfelds wohnen oder gute Fahrverbindungen dahin haben, werden zwangsweise nach Jacobi verlegt.
Zur Aufrechterhaltung der Betriebe und Ordnung bleiben etwa 60 Mann auf der Zeche Oberhausen – 25 Mann übertage und 35 Mann in der Grube.

Die Zechenverwaltung gibt zu, daß der Brikettabsatz vorläufig noch gut war, und es wäre evtl. möglich gewesen, die Zeche noch einige Monate zu erhalten, jedoch beginne am 1. April ein neues Urlaubsjahr und muß laut Tarif die Zeche jedem Arbeiter, der nach dem 1. April noch beschäftigt würde, den Tarifurlaub gewähren, was eine weitere Belastung der Schachtanlage von 75 000 RM bedeute.

Obwohl der Brikettabsatz gut war, sei diese Zeche ein Zuschußbetrieb gewesen, und es sei in einem der letzten Monate bereits ein Zuschuß von 48 000 RM zu verzeichnen.

Da zur Erhaltung der Betriebe Vorsorge getroffen ist, ist anzunehmen, daß das endgültige Todesurteil dieser Schachtanlage doch noch nicht gefällt ist, und daß diese nach Überwindung der augenblicklichen Krise eventuell wieder in Betrieb genommen wird.