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Die Industrieanlagen auf dem zuvor angesprochenen Gebiet entwickelten sich aus der Hütte Neu-Essen, die hinter dem heutigen Kaisergarten lag. Ihr Holzkohlen-Hochofen wurde 1811 stillgelegt. Die Besitzer wandelten den Betrieb in ein Hammerwerk um, welches aus dem Eisen der beiden anderen Werke Stäbe und Brammen schmiedete. Diese verarbeitete das erste Blechwalzwerk, später „Alte Walz“ genannt, ab 1829 zu Kessel- und Schiffsblechen.
Zwischen 1835 und 1843 vergrößerte sich das Unternehmen um ein Stabeisen- und ein Schienenwalzwerk. In diese Zeit fällt auch die Einrichtung der ersten Puddelöfen zur Stahlerzeugung. Weil die Kapazität der eigenen Hütten in Osterfeld und Sterkrade nicht mehr ausreichte, um den steigenden Bedarf zu decken, kaufte die Gesellschaft englisches und belgisches Roheisen zu. Erst nach der Inbetriebnahme der Kokshochöfen auf der Eisenhütte I an der Essener Straße konnte sie seit 1855 auf den Eisenimport verzichten.
1858 kam es zur ersten vollständigen Stillegung einer Anlage bei JH&H: der Hammer Neu-Essen stellte den Betrieb ein, weil neue Produktionsverfahren das Ausschmieden von Stäben überflüssig machten. Auf dem Grundstück entstand eine Fabrik für feuerfeste Steine. Heute erinnert nur noch die Straße Zum Eisenhammer an ihren Standort.
1872 expandierte das Unternehmen weiter. Das Stahl- und Walzwerk Neu Oberhausen erzeugte aus phosphorarmem Roheisen nach dem Bessemer-Verfahren Stahl und verarbeitete ihn in einem Block- und einem Profilwalzwerk, nach 1888 sogar in „einer Hitze“ vom Hochofen bis zur Walzstraße. Als in der Thomasbirne auch phosphorreiches Roheisen eingesetzt werden konnte, verloren sowohl das Bessemer- als auch das Puddelverfahren immer mehr an Bedeutung. Sie fielen schließlich der neuen Technik zum Opfer. Die 1879 bei der GHH eingeführten Siemens-Martin-Öfen erlaubten es, dem Schmelzgut auch Schrott zuzusetzen und erschlossen so eine neue Rohstoffquelle.
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