Kinochronik


   
1912 Das Sterkrader Lichtspielhaus an der Wilhelmstraße wird eröffnet
   
1912 Gastwirt Johann Husemann eröffnet in einem Saal an der Bottroper Straße in Osterfeld die Lichtspiele
   
1914 In Sterkrade, im Lichtspielhaus Tobi, liefen die ersten Stummfilme
   
1918 Das Union-Theater wird zum Lichtspielhaus Schauburg umgebaut
   
1925 Mit dem Film "New York bei Nacht" wird im Saal Husemann an der Bottroper Straße in Osterfeld die Schauburg am 23.01.1925 eröffnet.
   
1927 15 Jahre Sterkrader Lichtspielhaus an der Wilhelmstraße am 11. Mai. Vorgeführt wird "Der Zigeunerbaron" mit Gesang!
   
1931 Die Lichtburg wurde am 13. März 1931 eröffnet. Das Theater war mit seinen 1200 Sitzplätzen voll besetzt. Viele Besucher die sich nicht abweisen ließen, nahmen mit Stehplätzen vorlieb. Man sah damals ein "vorzügliches artistisches und filmisches Programm".
   
1931 Lichtspieltheater Lito wird im Sterkrader Stadthochhaus eröffnet. Der erste und einzige Pächter dieses Gebäudes ist der Kinounternehmer Franz Röder
   
1934 Die Röder-Betriebe übernehmen das Kino Lichtspiele, Osterfeld
   
1935 Ein "Kino in der Unterwelt" oder "Das tiefste Kino der Welt". Im Rahmen einer Werksausstellung der GHH auf der Zeche Oberhausen wurde den staunenden Besuchern in 609 Metern Tiefe auch ein Kino präsentiert.
   
1943 Die Lichtburg wird bei einem Bombenangriff zerstört
   
1945 Da das Apollo-Theater den Krieg einigermaßen überstanden hatte, war es das erste Kino in der Oberhausener City das nach Kriegsende wieder eröffnet wurde. Übrigens fanden hier auch die ersten Sinfoniekonzerte nach dem Krieg statt.
   
1945 Auch der Lito-Palast ist eines der ersten Kinos die in diesem Jahr wieder spielen
   
1945 Franz Marciniak eröffnet in dem durch den Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogenen Saal Broß am Hagelkreuz das Tonhallen-Theater
   
1945 Eröffnung der Kastell-Lichtspiele Holten durch die Röder-Betriebe, Sterkrade
   
1945 Eröffnung der Filmdiele, ein „Notkino“ mit noch nicht einmal 100 Sitzplätzen in einem Lagerraum an der unteren Gildenstraße in Osterfeld
   
1948 Die Neueröffnung der Tobi-Lichtspiele, Sterkrade
   
1949 Neueröffnung der 'kleinen' Lichtburg im späteren Gloria-Theater
   
1949 Der Lito-Palast im Sterkrader Stadthochhaus wird umgestaltet
   
1952 Am 13. Mai eröffnet die neue Lichtburg - ein hochmodernes Großstadtkino mit 872 bequemen Sitzplätzen, 150 davon tief gepolstert, die so angeordnet sind, daß die Leiwand von jedem Platz aus voll eingesehen werden kann. Als Eröffnungsfilm lief "Herz der Welt". Die neue Lichtburg hat auch eine 15 Meter breite und 6,2 Meter tiefe Theaterbühne. Eine erste Bühnenschau mit NWDR findet am 21. Mai 1952 statt
   
1953 Oberhausens seinerzeit 17. Kino, das Palast-Theater an der Marktstraße wird am 26. Februar 1953, 18 Uhr, mit einer Festvorstellung offiziell eröffnet. Es stellt sich seinem Publikum mit dem Marika-Rökk-Film "Maske in Blau" vor. Mit 840 Sitzplätzen und einer modernen Ausstattung rückt es in die Reihe der größten Oberhausener Lichtspieltheater. Es wurde eine Stätte der Unterhaltung geschaffen, die sich mit den repräsentativsten Filmtheatern des Westens messen kann. Unter dem Kino befinden sich 60 Parkplätze
   
1954 Mit der Sondervorführung des Films "Vom Winde verweht" wurde am 12. März 1954 in Anwesenheit von Oberbürgermeister Pannenbecker und rund 130 geladenen Gästen das Bali-Kino im Hauptbahnhof Oberhausen eingeweiht. Im Bali-Kino wird ab sofort bei ständigem Einlaß von 9 Uhr früh bis 1 Uhr nachts "gespielt". Für das normale Non-Stop-Programm betragen die Eintrittspreise 0,90 bis 1,50 DM. Sogar die billigsten Plätze haben bequeme Hochpolsterung
   
1954 Im Glückauf-Haus Osterfeld eröffnet Kinounternehmer Franz Röder das Atrium. In der Eröffnungsvorstellung läuft „Das Gewand“, der erste CinemaScope-Film mit Magnetton
   
1954 Zu Silvester wurde das Jakobi-Theater auf der Teutoburger Straße eröffnet. Ein Kino mit 800 Sitzplätzen
   
1955 Am 10. November eröffnet der Europa-Palast mit 1000 Plätzen in Oberhausen. Am Eröffnungstag läuft der Grethe-Weiser-Film "Meine Kinder und ich". Natürlich fehlte auch "Fox - Tönende Wochenschau" nicht in Oberhausens neuem, supermodernen Kino
   
1958 In den Oberhausener Kinos liefen Anfang April 1958 u.a. folgende Filme: 'Endstation Liebe' im Apollo, 'Stadt der verlorenen Frauen' mit John Wayne und Sophia Loren in der Lichtburg, 'Jägerblut' im Gloria. Das Palast-Theater zeigte 'Die schwarze Sklavin' und der Europa-Palast präsentierte bereits in der 3. Woche 'Die Brücke am Kwai'
   
1960 Franz Marciniak gibt die Leitung des Tonhallen-Theaters auf
   
1960 Mit dem Raketenfilm "Wernher von Braun" eröffnet Franz Marciniak am 20. Dezember um 20 Uhr im Neubau Pöter an der Finanzstraße, Sterkrade, sein Central-Theater. Es ist ein kleines, intimes Kino mit Kammerspielcharakter
   
1963 Bedingt durch den ständigen Rückgang an Besucherzahlen schließt das Jakobi-Theater auf der Teutoburger Straße im Mai seine Pforten
   
1968 Seit dem 2. September müssen Osterfelder Kinobesucher auswandern, wenn sie einen Film sehen wollen. Das Atrium, ein Kino in dem 470 Filmfans der flimmernden Leinwand frohe Stunden abgewinnen konnten wurde geschlossen. Das Statistische Landesamt hat die Kinoräume angemietet und wird am 1. November 1968 die Arbeit dort aufnehmen
   
1971 Das Palast-Theater auf der Markstraße wird geschlossen
   
1974 Am 20. Juli eröffnet im Haus des Gloria ein Kino, in dem höchstens 65 Besucher Platz finden: Movie. Das Movie entstand aus dem ehemaligen Logenumgang der Lichtburg. Melvin Franks Komödie "Mann, bist du Klasse" steht im Eröffnungsprogramm
   
1976 Nach 45 Jahren schließen die Röder-Betriebe das Lito in Sterkrade
   
1976 Neueröffnung der Lito- und Tobi-Filmtheater an der Wilhelmstraße
   
1985 Nach 30 Jahren schließt der Europa-Palast! Schade!
   
1986 Ein Verlust für Sterkrade: Am 29. Januar schließen die Kinos Lito und Tobi
   
1986 Mit einem Tag der offenen Tür öffnet am 5. Februar zwischen 15 und 21 Uhr das neue Star-Kino an der Elsässer Straße seine Pforten. Es laufen bei freiem Eintritt am Eröffnungstag jede Menge aktueller Vorspann-Filme und zwei Loriot-Streifen. Clou des von einer jungen Innenarchitektin entworfenen Kinos ist der Sternenhimmel, der aus Hunderten kleiner Birnchen besteht
   
   


Erwähnen möchte ich an dieser Stelle noch, daß in den 50er-Jahren an den Wochenenden bis zu 3000 Leute die Lichtburg besuchten! Über 25 Kinos inserierten regelmäßig in den Tageszeitungen.





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